Telefon

Unseren Service erreichen Sie
Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter
(0848) 228 222

British Racing Green

Seit der Rückkehr des Aston Martins im ikonischen Racing Green zur Formel 1 im Jahr 2021 ist unter Rennsport-Enthusiasten der Farbton British Racing Green (BRG) wieder in Mode. Wer die Rückkehr dieser Farbe in den Rennsport feiern oder das ikonische Original aus Großbritannien nicht bloß als Autolack zelebrieren möchte, findet bei THE BRITISH SHOP die passende Mode.

British Racing Green Car

Die Farbe der englischen Motorsportwelt

Doch warum werden Racing Teams aus Großbritannien immer noch mit dieser traditionellen dunkelgrünen Farbe in Verbindung gebracht? Begeben Sie sich mit uns auf Spurensuche zu den Anfängen des britischen Motorsports. Denn Teams mit Rennwagen in Racing Green waren schon früh erfolgreich und eroberten Spitzenpositionen in den ersten Autorennen. 

DER VORLÄUFER DES GRAND PRIX

Gordon Bennett Cup

Alles begann 1899 als ein vermögender amerikanischer Zeitungsverleger, James Gordon Bennett Jr., sich dafür entschied, Autorennen zu veranstalten. Er gründete den Gordon-Bennett-Cup,den Beginn des heute bekannten jährlichen Grand-Prix-Racings – damals ein einzigartiges Event, bei dem verschiedene Länder gegeneinander antraten, um zu beweisen, wer das bessere Auto herstellte.

Das jeweils nächste Rennen fand beim letzten Gewinner statt: So war es 1903 endlich so weit, dass der Gordon-Bennett-Cup nach dem Sieg des Briten Selwyn Edge (Napier) in England ausgetragen werden sollte. Leider gab es ein großes Problem, denn per Gesetz durfte kein Wagen in England schneller als 12 Meilen (20 km) in der Stunde fahren – Motorsport war praktisch illegal. Die Lösung des Problems bestand in einem Umzug nach Irland, denn auf irischen Straßen gab es kein so striktes Speedlimit. Um den Iren für ihre Gastfreundschaft zu danken, strich man in Anlehnung an die Grüne Insel die britischen Rennwagen in einem satten "Shamrock Green" (Kleeblatt-Grün).

Shades of Green

Gibt es "das" Racing Green?

Doch wie genau sieht das British Racing Green aus? Einen Standard, wie etwa das spätere "Rosso Corsa" bei Ferrari gibt es für das Racing Green nicht. Die Farbbezeichnung ist nicht geschützt und eigentlich nur ein Oberbegriff für verschiedene dunkle Grüntöne. Jedes britische Rennfahrerteam zeigt deshalb eine andere Interpretation des "Racing Green". Die frühen Napiers der Jahre 1901 und 1902 waren in einem hellen Olivgrün ("pale olive") oder Moosgrün gehalten. Bentley zeigte in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts im berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans ein dunkles Tannengrün, das beinahe schwarz wirkte. Übrigens gewann Bentley 1924 und ab 1927 vier Jahre in Folge mit seinen grünen Rennwagen.

British Racing Green in der Formel 1

In der Formel 1 dominierten britische Teams wie BRM, Brabham Racing, Cooper und Lotus in den 50er- und 60er-Jahren ebenfalls die Siegertreppchen. Den Anfang machte Brabham Cooper mit seinem neuen dunkelgrünen Design und den zwei weißen Streifen. In den frühen 60er-Jahren sorgten Graham Hill 1962 und Jim Clark 1963 und 1965 mit ihren Rennwagen im Racing Green für Aufsehen. Der Lotus von Jim Clark in der Farbkombination Grün-Gelb stellte eine neue Variante dar. Und obwohl Jeb Brabham Australier war, wurde sein gleichnamiges Rennteam im Vereinigten Königreich gegründet – natürlich mit Rennwagen in British Racing Green. Hier sorgte ein goldener Streifen in der Mitte für einen frischen Look. Seinen ersten Titel gewann Brabham Racing im Jahr 1966.

TIPP

Eine Standardisierung der grünen Farbtöne scheiterte bisher. Allein die British Motor Corporation (BMC) führte in den 60er und 70er Jahren über 26 verschiedene, offizielle Schattierungen von British Racing Green für Marken wie MG, Austin und Triumph. Am nächsten kommen die beiden Farben “Mid Brunswick Green” oder “Deep Brunswick Green” an den Original-Farbton heran. Für Restauratoren gilt der letztere als offizielle Referenz für ein historisch korrektes British Racing Green. 

Bei Miniatur-Modellen gibt es ein eher skurilles Problem: Modelle im Maßstab 1:43 oder 1:18, die mit exakt der originalen Farbmischung lackiert werden, wirken für das menschliche Auge aufgrund der fehlenden Lichtreflexion oft viel zu dunkel ("Scale Color Effect"), weshalb Modellbauer den Lack künstlich aufhellen müssen.